Kill your Tests
Wir kennen es: Die E2E-Testsuite wächst schneller als der eigentliche Feature-Code. Was als gute Absicht begann, endet in einer unübersichtlichen Sammlung von Copy-Paste-Wüsten, die ewig laufen und am Ende doch nur Zufallsergebnisse in einer chronisch roten Pipeline liefern.
Das Schlimmste? Keiner fühlt sich für diesen Test-Sumpf zuständig. Die Entwickler schieben es auf die Tester, die Tester warten auf stabile Testdaten, und am Ende hängen wir in endlosen Feedback-Schleifen fest. Wir verwalten den Verfall, anstatt Qualität zu liefern.
Die Lösung ist radikal wie genial: Wir hören auf, Testcode zu schreiben.
Alle Testfälle werden in schlichtem Markup geschrieben. Die KI übernimmt die Generierung des eigentlichen Playwright-Codes. Kann der Test nicht erzeugt werden oder tut er nicht, was er soll? Dann war der Input ungenügend. Statt den Code mühsam zu flicken oder zu debuggen, löschen wir ihn einfach. Wir passen unsere Testbeschreibung im Markup an und lassen die KI einen neuen Test erstellen.
Die Wegwerfmentalität garantiert, dass die fachliche Beschreibung präzise ist – denn wenn die KI sie versteht, dann auch ein Mensch. Code-Drift wird ausgeschlossen, die fachliche Beschreibung und der Test passen sicher zusammen. Die Sammlung aller Testbeschreibungen im Repository macht die KI zum Testmanager: Welchen Test muss ich erweitern, um Feature X abzudecken?
Tests werden technologieunabhängig und für Nicht-Techies lesbar. Wer braucht noch teure, proprietäre Enterprise-Suiten, wenn man mit Open Source und smarten Agenten schneller, billiger und stabiler ans Ziel kommt? In diesem Talk schauen wir uns mit viel Praxis an, wie wir diesen Workflow etablieren und warum wir Browsertests komplett neu denken müssen. Für mehr Shift-Left und mehr Qualität.